"Bei den Frauen sind wir auf einem sehr guten Weg, bei den Männern..."

Ski-Alpin
Wolfgang Maier, Sportdirektor im DSV

Unter Wolfgang Maier haben die deutschen Ski-Damen 21 Medaillen errungen und rund 350 Weltcup-Podiumsplätze erreicht. Von 1992 bis 1997 arbeitete der heute 47-jährige Bayer als Disziplintrainer und von 1997 bis 2006 als Cheftrainer. Seit Frühjahr 2006 fungiert er als Sportdirektor Alpin im DSV. Im Vorfeld des Slalom-Weltcups trafen wir Wolfgang Maier in Garmisch und sprachen über seine Aufgaben und die Zukunft der Deutschen Skifahrer.

ERFOLGREICHSTE JAHRE DER ALPINEN FRAUEN

Sie haben die erfolgreichsten Jahre des DSV bei den Damen miterlebt. Können Sie uns die Konstellation von Trainern und Athleten beschreiben ?

Wir hatten sehr gute, engagierte, disziplinierte Athleten und super Personal. Die Trainer - Rainer Mutschler, Stefan Kurz, ich und viele andere Betreuer - arbeiteten mit großer Freude, Disziplin und Leidenschaft zusammen und wir haben ständig versucht mit Wissenschaftlern und Materialforschern zu kooperieren und Weiterentwicklungen zu erreichen. Unsere Arbeit wurde durch den Erfolg und die Tatsache, dass alle weiterkommen wollten, beflügelt. Diese Konstellation stieß bei den Aktiven auf sehr fruchtbaren Boden. Letztendlich muß man es als Zufall, oder besser Glücksfall, betrachten, wenn Sportlerinnen wie Katja Seizinger, Martina Ertl, Hilde Gerg ,Katarina Guthensohn und Regina Häusl zur gleichen Zeit im selben Team sind.

Sie reden von Zufall. Kann man über Jahre zufällig Erfolge feiern?

Der Zufall liegt für mich darin, dass zu dieser Zeit Sportlerinnen mit herausragenden Fähigkeiten auf eine Trainergruppe gestoßen sind, die den Sport mit der gleichen Leidenschaft betrieben hat; diese Konstellation konnte niemand planen. Unterstützend kam hinzu, daß man uns von der Seite des Verbandes autark arbeiten ließ und keiner in unsere Arbeit dreingeredet oder sie gestört hat. Das war schon erstaunlich, denn alle Coaches waren noch relativ jung, zwischen 28 und 32 Jahren alt. Wir waren eine junge, dynamische, erfolgreiche Gruppe von Gleichgesinnten.

FÖRDERKRITERIEN IM DSV

Können Sie die Erkenntnisse aus der "guten alten Zeit als Trainer" in der Position des Sportdirektor nutzen ?

Aus meiner Position heraus kann ich Vorgaben machen, die Menschen anleiten, aber nur indirekt auf den Prozess vor Ort einwirken. Die Zusammenarbeit mit den Athleten haben wir insofern systematisiert, als dass wir Kennzahlen für das Krafttraining, die Ausdauerleistung und die motorischen Tests erarbeitet haben. Wenn unsere Athleten in diesen Bereichen die Vorgaben erfüllen, dann haben sie zumindest das körperliche Niveau, um Weltklasse werden. Heute fördern wir nur noch Athleten, die sich in ihrem Jugendjahrgang unter den Besten 15 in der Welt bewegen. Unsere Förderung haben wir rigoros bei den Frauen durchgehalten, und so langsam wird das Produkt sichtbar.

Gab es weitere Veränderungen bei der Förderung der Athleten ?

Die zweite große Veränderung betrifft die Finanzierung der Förderung - wir wollen die Betroffenen zu Beteiligten machen. In unserer neu strukturierten Förderung beteiligen sich leistungsschwächere Athleten an den Kosten. Auf diese Art und Weise können sie dem System erhalten bleiben und wenn sich die Leistungen (wieder) verbessern, kommen sie in die Vollförderung und der Verband übernimmt alle Kosten. International ist diese Praxis gang und gäbe, nur in Deutschland tut man sich schwer damit, sich an einer Ausbildung zu beteiligen. Meiner Meinung nach funktioniert der Leistungssport nicht überwiegend nach sozialen Kriterien. Athleten sollten von Anfang an lernen, sich an den harten Maßstäben der Leistungssportwelt zu orientieren und sich an den Ergebnissen zu beteiligen.

TRAININGSINHALTE - FORSCHUNG IM SKI ALPIN

Kommen wir zu den Trainingsinhalten im Ski Alpin. Wie sind Sie dann auf die für den Skisport wichtigen Kennzahlen gekommen ?

Ski Alpin ist eine sehr komplexe Sportart mit einem sehr hohen Anteil an Kraft, die zu 90 Prozent von exzentrischer Kraft bestimmt wird; einer Eigenheit, der in der Trainingslehre kaum Rechnung getragen wird. Wir haben seit Jahren eine enge Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule (DSHS), der Technischen Universität München und dem Olympiastützpunkt Bayern. In Köln leitet Professor Mester das Institut für Trainingswissenschaften und Sportinformatik. Er besitzt eine Affinität zum Skisport und hat viele Projekte für den DSV ins Laufen gebracht. Darunter fallen die Messungen der Bodenreaktionskräfte, und die Entwicklung des Vibrationstrainings.

Welche Inhalte aus den Konzepten werden im modernen Training umgesetzt ?

Übrig geblieben und total im Trend ist das Thema des Vibrationstrainings. Mit dieser Entwicklung waren wir im Skisport gegenüber anderen Sportarten weit voraus, haben es zusammen mit Prof. Mester und Dr. Spitzpfeil aus der Sportart heraus entwickelt. Anfangs standen Fragen wie: "Welche Kraft greift beim Skifahren wie am Körper an; kann man Kräfte die beim Skilauf auftreten überhaupt im Konditionstraining imitieren; wie sieht sportartspezifisches Krafttraining wirklich aus; welche Trainingsform und welche Trainingsübung verbessert die Anforderungen des Skifahrens an den Körper ?"

CARVING-SKI - ANFORDERUNGEN AN DEN KÖRPER

Durch die Carving-Ski ergaben sich ganz andere Möglichkeiten fürs Skifahren und höhere Anforderungen an den Körper.

Mit den Carving-Ski kann man einen kürzeren, bzw. engeren Radius fahren, dadurch erzeugt man auch höhere Kräfte. Für Skifahrer entstand eine ganz andere Technik, größere Geschwindigkeiten konnten gefahren werden und in den Kurven mussten höhere Kräfte verarbeitet werden.

Wie wirken sich diese Aspekte auf das Konditionstraining aus ?

Im Konditionstraining versuchen wir, die in einem kürzeren Zeitraum auftretenden Kräfte zu simulieren. Wir trainieren in tieferen Winkelbereichen, die durch die neue Technik notwendig geworden sind, und wir teilen die Anteile der konzentrischen und exzentrischen Kraft im Gesamtumfang des Krafttrainings neu auf. Die berechtigte Notwendigkeit, sogar frühzeitig mit Kindern Kraft zu trainieren zeigt sich ganz deutlich.

Gibt es weitere Auswirkungen der Carving-Ski auf den Körper ?

Die besagten höheren Kräfte wirken neben den Beinen hauptsächlich auch auf den Rumpf. Bis 2002 hat sich im Bereich Ski Alpin niemand wirklich ernsthaft und belegbar mit den spezifisch auftretenden Rumpfkräften auseinandergesetzt. Mit Hilfe einer Schnell-Geräte-Strasse wurde der Unterschied bezüglich der Belastung der Rumpfmuskulatur zwischen den Ski Alpin Fahrern und Kontrollpersonen ermittelt. Aufgrund der Erkenntnisse verlagerten wir das krankengymnastische Rumpftraining hin zu einem dynamischen, der Sportart entsprechenden und geforderten Training. Das war eine extreme Veränderung, denn vorher bestand unser Training lediglich aus einfachen isometrischen Übungen.

TRAINER - TEAM - ZUSAMMENARBEIT

Wie schaffen Sie es, die Trainer zu einem Team zu formieren ?

In der Zusammenarbeit mit den Trainern des Bereich Ski Alpin haben wir einige neue Regeln aufgestellt: Einerseits wurden gemeinsame Ziele, eine offene Kommunikation und gemeinsame erarbeitete Strukturen installiert. Andererseits möchten wir die im Leistungssport üblichen hierarchischen Strukturen aufweichen. D.h. ein Nachwuchstrainer darf nicht weniger, aber auch nicht mehr wert sein als ein Weltcup-Trainer; denn alle müssen sich und ihre Kompetenzen in den Dienst des Athleten und seiner Leistungsoptimierung stellen. Der Trainer ist ein Dienstleister.

Wie sieht Teamarbeit für Sie aus ?

Ich würde gerne von den oft noch im Sport üblichen autoritären Strukturen wegkommen. Ich möchte erreichen, dass ein Trainer-Team sich in erster Linie mit der zu lösenden Aufgabe auseinander setzt und identifiziert. Aufgaben müssen den Fähigkeiten und dem Potenzial der Mitarbeiter zugeteilt werden. Die Trainer müssen für die Weiterentwicklung des Sportlers da sein, nicht der Sportler für den Trainer. Im Vordergrund für jedes Trainer-Team sollte immer die Ausbildung unserer Sportler in einer gewissen Ganzheit stehen.

FREUDE - IDENTIFIKATION IM LEISTUNGSSPORT

Sie haben von Identifikation mit dem Skisport geredet. Was verstehen Sie darunter ?

Wenn jemand eine Aufgabe lösen soll und Freude an der Findung der Lösung hat, dann löst man sie schneller, kreativer, besser und zielführender. Zur Identifikation mit einem Thema gehört eine gewisse Freude und innere Motivation. Unsere beiden Top-Athleten Felix Neureuther und Maria Riesch fahren einfach gerne Ski. Felix sollte z.B. beim Neujahrs-Springen in Garmisch eine Ski Alpin-Vorführung machen. Er kam zurück und war begeistert: "Weißt du, es hat geschneit und es war so genial zum Skifahren" - er hatte nicht nur diese Vorführung absolviert, sondern er ist aus purer Freude gleich mehrmals den Berg herunter gefahren. Ich denke, dass Sportlern so eine Einstellung hilft, nur leider kann man sie nicht erzwingen - sie kommt von innen heraus. Alle wirklich dauerhaft erfolgreichen Sportler haben neben einer hohen Disziplin, Freude an ihrem Sport und identifizieren sich damit .

SPORTPSYCHOLOGIE - ARBEITSBEREICHE

Die Themen Einstellung und Motivation gehören in den Bereich der Psychologie. Arbeiten Sie mit Sportpsychologen ?

Die Disziplin Ski Alpin arbeitet schon lange und erfolgreich mit Psychologen zusammen. Nur haben sich die Inhalte der Zusammenarbeit mit der Zeit verändert: In der Zeit zwischen 1995 und 2000 haben Psychologen verstärkt das Team gecoacht. Damals standen Themen wie z.B. die Ansprache von Trainer zu Aktiven im Vordergrund. Es wurde beobachtet, wie Trainer korrigieren, wie Videoanalysen durchgeführt wurden und ob Trainer und Athleten sich inhaltlich über das gleiche Thema unterhalten.

Um welche Inhalte kümmern sich Psychologen heute ?

In den letzten 2 bis 3 Jahren haben wir unser psychologisches Konzept überarbeitet. Die Psychologen werden vermehrt im Nachwuchsbereich eingesetzt. Meine Vorstellung war, wir geben den 14-18-Jährigen eine fundierte Ausbildung im Bereich der Psychologie, um sie letztendlich unabhängig von einem Psychologen zu machen. Die Grundausbildung sieht vor, u.a. Entspannung zu erlernen, um besser mit Stress umgehen zu können, die persönliche Startvorbereitung zu optimieren und sich auf das Wesentliche und Entscheidende zu konzentrieren. Wenn ein Spitzenathlet zusätzliche Beratung wünscht, kann er sich seinen persönlichen Psychologen suchen. Auf die psychologischen Aspekte lege ich großen Wert - letztendlich entscheidet der Kopf über Erfolg oder Misserfolg. Deshalb bin ich immer wieder überrascht, wenn viele Sportler die Muskeln trainieren, aber den Kopf in der Relation dazu nicht ...




Interview mit Felix Neureuther

Im Alter von 23 Jahren hat der beste deutsche Skifahrer Felix Neureuther, bereits 20 Jahre Ski-Rennen auf dem Buckel: Mit 3 Jahren gewann er sein erstes Zwergerl-Rennen und seit 2002 fährt er im Weltcup. Am Ende seiner erfolgreichsten Weltcup-Saison 2007/2008 mit konstanten Platzierungen unter den Top 10 sprachen wir mit ihm nach dem Heimrennen am Gudiberg in Garmisch.

WELTCUP-SLALOM - WM 2011 IN GARMISCH

Vor dem Weltcup-Rennen in Garmisch litten Sie an einer Virusgrippe. Warum sind Sie trotzdem angetreten ?

Beim Heimrennen müssen sie mir schon den Fuß absägen, dass ich nicht fahren würde. Ich weiß nicht, ob ich woanders gestartet wäre.

Zwingen einen die Erwartungen der Öffentlichkeit an den Start ?

Ja, die Erwartungen waren sicher da. Aber meine eigenen Erwartungen sind eigentlich viel größer als diejenigen, die von außen auf mich einprasseln. Außerdem hatte ich mich wahnsinnig auf das Rennen gefreut. Es wäre mein Traum gewesen, hier zu gewinnen. Aber jetzt freue ich mich schon auf das Heimrennen im nächsten Jahr.

Was nehmen Sie aus dem Weltcup-Slalom in Garmisch mit ?

Durch das Rennen habe ich sehr viel an Erfahrung gewonnen. Ich weiß jetzt besser mit den Anforderungen der Medien und dem öffentlichen Druck umzugehen. Z.B. habe ich in der Woche vor dem Weltcup ca. 30 Fernseh-, TV- und Zeitungs-Interviews absolviert. Beim nächsten Mal werde ich diese Anfragen schon im Vorfeld bearbeiten, so dass ich früher zur Ruhe komme und mich besser auf das Rennen konzentrieren kann. Insgesamt verbuche ich die Erfahrungen aber schon als Generalprobe für die WM 2011, die in Garmisch-Partenkirchen stattfinden wird.

Wie hat Ihnen als Fahrer die Atmosphäre beim Weltcup gefallen ?

Die Atmosphäre dieses Jahr war ist richtig gut. In Garmisch hatten wir 12.000 Zuschauer, was für hiesige Verhältnisse schon Klasse ist. Angesichts der WM 2011 wünsche ich mir, dass die Rennen ein großes Event werden, schließlich liegen wir im Einzugsgebiet von München und Innsbruck. Je mehr Zuschauer kommen, desto besser ist die Atmosphäre - das inspiriert uns als Fahrer ungemein.

WELTCUP 2007/2008 - ENTWICKLUNG

Wie schätzen Sie die laufende Saison ein ?

Diese Saison ist es echt gut gelaufen, ich hatte keinen einzigen Ausfall. Im Slalom betragen die Abstände in der Weltklasse nur wenige Hundertstel und da ist es "a Wahnsinn", wenn man immer durchkommt und die Gratwanderung zwischen hohem Risiko und einem Konstant-ins-Ziel-kommen schafft.

Nach Ihren Top-Platzierungen in dieser Saison wartet die Öffentlichkeit auf einen Sieg. Wie beurteilen Sie Ihre bisherige Entwicklung ?

Beim Skisport braucht man eine gewisse Zeit, bis man gerade bei den Herren auf Top-Niveau mitfahren, oder sogar gewinnen kann. Am Anfang ging alles sehr, sehr schnell: Mit 18 Jahren war ich schon beim Weltcup-Finale der Besten 25 der Welt dabei. Dann hat es eine Zeit gedauert, die Leistungen zu bestätigen. Ich habe auch einiges auf den Deckel bekommen, eine zeitlang lief es richtig schlecht. Aber aus so einer Leistungskrise muß man sich zurückkämpfen. Irgendwann macht es klick und man weiß, wie's geht.

EINZIGER DEUTSCHER IN DER WELTKLASSE - TRAININGSPARTNER

Sie sind der einzige Deutsche Skifahrer, der in der Weltklasse mitmischt. Welche Auswirkungen hat diese Situation für Sie ?

Wenn alles von einer Person abhängt, wird es für einen selber und für das betreuende Umfeld problematisch und äußerst belastend. Das betrifft sowohl die Öffentlichkeit als auch die skispezifische Weiterentwicklung bzw. die Trainingseffekte. Selbst wenn Skifahren ein Individualsport ist, braucht man eine funktionierende Mannschaft um sich herum; denn für einen einzelnen lässt sich ein effektives Skitraining nicht realisieren.

Und wie schaffen Sie es dann, ein ordentliches Skitraining durchzuführen - "gehen Sie fremd" ?

Als Skifahrer suche ich auch im Training einen Vergleich und möchte mich an der Konkurrenz orientieren. Und das finde ich inzwischen nur noch international. Insofern "gehe ich fremd", wenn man so will. Letzten Sommer habe ich mich einer Trainingsgruppe in Neuseeland angeschlossen, darunter waren Leute wie Axel Svindahl - Gesamt-Weltcup-Sieger 2006/2007 und Gewinner zweier WM-Goldmedaillen, sowie Bode Miller, der im Weltcup, bei WMs und Olympischen Spielen eigentlich schon alles gewonnen hat.

Bessere Trainingspartner kann es doch nicht geben !

Das war eine super Trainingsgemeinschaft und ich bin froh, dass ich mit den besten Skifahrern der Welt trainieren konnte. Aber wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es eine Mannschaft mit fünf, sechs deutschen Kollegen in den Top 30, wo jeder Trainingslauf ein kleines Weltcup-Rennen wäre. Das wäre für mich der Hammer, das wäre super !! ... das ist mein zukünftiger Traum. Ich wünsche mir, dass wir wieder als Mannschaft auftreten und dass die anderen Nationen sagen: "Ui, schau, jetzt kommen die Deutschen" und nicht "schaut, da kommt Felix Neureuther".

Autorin:
Eva Pfaff, mail: eva-pfaff@web.de

Quelle:
Pfaff, E. (2008). "Bei den Frauen sind wir auf einem sehr guten Weg, bei den Männern ..." Leistungssport, 38 (2) S. 4-8. Interview mit Felix Neureuther (S. 8-9).

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