Athletenbetreuung

Körperliche Fähigkeiten und ihre Steuerung

Bedenkt man, daß Technik, Taktik und Kondition in den meisten Sportarten bis zu einem hohen Leistungsniveau vermittelt werden können und quasi an ihre Grenzen stoßen, so bietet das psychologische Training weitere Verbesserungsmöglichkeiten. In diesem Bereich liegt ein großes Potential, denn der Körper braucht die Steuerung durch den Kopf.

Aufgaben und Inhalte der Sportpsychologie

Nervosität, Verkrampfung und Ablenkbarkeit zählen zu den Problembereichen im Leistungssport. Allseits bekannt und gefürchtet ist eine verminderte Leistungsfähigkeit während eines Wettkampfes.

Beispiele für psychische Probleme

Athleten müssen die Motivation und den Willen aufbringen, sich dem Leistungssport zu widmen und ihr Leben mit allen Konsequenzen darauf auszurichten. Und das in guten und in schlechten Zeiten - nach Erfolgen oder Niederlagen, bei Leistungskrisen oder während einer langwierigen Verletzungsphase. Die Sportpsychologie bietet Methoden zur Lösung der Probleme an und arbeitet an der Optimierung der Leistung.

Wie sieht eine Zusammenarbeit aus?

Zuerst verschaffe ich mir einen genauen Überblick zur individuellen Situation des Athleten. Inhalte einer Zusammenarbeit richten sich nach den persönlichen Bedürfnissen, Alter, Entwicklungsstand und Leistungsniveau.

Wo findet die Betreuung statt?

Psychologische Ratschläge helfen nur, wenn sie in Training und Wettkampf anwendbar sind. Leistungssportler bewegen sich in einem speziellen Umfeld, das bei der Betreuung berücksichtigt werden muß. Daher gehe ich mit dem Athleten "ins Feld" und suche passgenaue Lösungen.

Erprobung der Methoden

Sportpsychologische Methoden müssen für Athleten, Trainer und das Umfeld funktionieren, deshalb werden individuelle Lösungen zuerst im Training erprobt, bevor sie im Wettkampf eingesetzt werden. In der Folge wird die Wirksamkeit der Methoden laufend überprüft.

Welche Methoden kommen zum Einsatz ?

 

Vorurteile gegenüber der Sportpsychologie - Erklärungen

Psychologisches Training ist nur etwas für Problemathleten.
... Viele erfolgreiche Athleten nutzen Psychologen, um ihre Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Es ist ein Zeichen von Schwäche, einen Sport-Psychologen um Hilfe zu bitten.
... Im Gegenteil, wenn ein Athlet etwaige Schwächen durch psychologisches Training verbessert, kann er sein volles Potential ausschöpfen.

Sportpsychologische Techniken würden mich während des Wettkampfes zu sehr ins Grübeln bringen.
... Psychologische Techniken werden im Training ausprobiert und so integriert, dass sie im Wettkampf leistungsfördernd wirken. Der Athlet lernt, sich z.B. voll auf seine Handlungen zu konzentrieren und seiner Leistungsfähigkeit zu vertrauen.

Psychologisches Training bringt sofortigen Erfolg.
... Körper und Geist sind eine Einheit und sollten sich in einem Trainingsaufbau ergänzen. Jedoch können gezielte Kurzinterventionen oder Motivationshilfen durchaus wirkungsvoll sein.

Psychologisches Training ist nur etwas für Spitzensportler.
... Das Training der geistigen Fähigkeiten richtet sich an den Athleten, Trainer und Betreuer und das Umfeld eines Sportlers. Außerdem ist es sinnvoll, bereits Jugendliche mit psychologischen Techniken vertraut zu machen.

Psychologisches Training ist nicht nützlich.
... Anders als z.B. bei der Zunahme der Maximalkraft, lässt sich die Auswirkung des psychologischen Trainings nicht/nur schwer messen. Sein Nutzen kann beobachtet werden, wenn sich die Verbesserung der Einstellung, Motivation oder des Selbstvertrauens positiv auf Trainings- und Wettkampfleistungen des Athleten auswirken.