Wettkampfvorbereitung

Physis und Psyche im Leistungssport

Moderner Leistungssport beansprucht einen Athleten nicht nur physisch, sondern auch psychisch in höchstem Maße. Jedoch steht bei der Ausbildung der Hochleistungssportler zumeist die Physis im Vordergrund. Ein Mangel an psychischer Vorbereitung wird deutlich, wenn man nach Wettkämpfen Bemerkungen hört wie:

Damit sollen Misserfolge, nicht erfüllte Erwartungen oder Überforderungen bei einem Wettkampf erklärt werden. Diese Erklärungen mögen durchaus zutreffen, jedoch sollte sich jeder Athlet überlegen, wie er dieses Problem in Zukunft bewältigen möchte.

Niederlagen und ihre Konsequenzen

Als Konsequenz wird nur noch härter trainiert - nach dem Motto "die Physis muß leistungsfähiger werden, dann kommen auch die Ergebnisse". Daß die Psyche beim Umsetzen der individuellen Fähigkeiten und damit beim Erreichen von Erfolgen beteiligt ist, wird allzu oft vergessen.

Sportpsychologie im modernen Leistungssport

Neben den körperlichen bekommen Athleten vermehrt psychische Belastungen des modernen Leistungssports zu spüren. Dazu gehören die gestiegene Konkurrenz, eine größere Anzahl von Wettkämpfen und die allgemeine Professionalisierung der Sportarten. Sportpsychologische Methoden sollten aufgrund der Anforderungen in einen Trainingsaufbau eingeschlossen werden. Athleten können so z.B. mit Entspannungsmethoden und ihrem optimalen Aktivierungszustand vertraut gemacht werden, um ihre volle Leistungsfähigkeit im Wettkampf erreichen zu können.

 

Warum Eva Pfaff ?

Eigene Erfahrungen aus der Sportkarriere

Während meiner Leistungssportkarriere habe ich praktische Erfahrungen mit psychologischen Inhalten gemacht. Damals war meine Vorgehensweise eher naiv und geleitet von zufälligen Umständen:

Beim Einstieg in den Tenniszirkus, war ich hoch motiviert und hatte viel Spaß am Turnierspielen. Bis ich mich aber an die Tenniswelt, die harte Konkurrenz und die vielen Reisen gewöhnt hatte und meine Leistungsfähigkeit in Ergebnisse umsetzen konnte, dauerte es einige Zeit. Wenn ich zum Beispiel gegen die Großen des Damentennis spielte, war ich eher eingeschüchtert.

Oft blieb ich unter meinen Möglichkeiten: In einem Match gegen Chris Evert war ich eine zeitlang auf der Siegerstrasse, aber allein die Tatsache, dass SIE mir gegenüber stand und weiterkämpfte, beeinflusste mich und ich verlor doch noch.

Nach dem Spiel dachte ich "Das kann doch nicht so bleiben, du musst dein eigenes Spiel spielen - egal gegen wen !" Aufgrund dieser Erkenntnis gelang es mir nach einigen Monaten Training, mein Spiel auch gegen Top-Spielerinnen durchzusetzen. Im Laufe der Zeit entwickelte ich so naive Techniken, um im Wettkampf zu bestehen.

An dem Beispiel wird klar, dass man Krisen oder Schwierigkeiten alleine bewältigen kann. Jedoch können die langen Lernzeiten und unnötige Niederlagen durch sportpsychologische Beratung verkürzt, bzw. vermieden werden.

Nach meiner Tenniskarriere wollte ich meine praktischen Erfahrungen mit theoretischem Wissen erweitern und absolvierte ein Psychologiestudium. Hier erlernte ich weitere Techniken, die es mir heute ermöglichen, jungen Athleten mit meiner Erfahrung und dem nötigen Know-how weiterzuhelfen.

Welche Methoden kommen zum Einsatz ?

Spezialgebiete

 

Publikationen

FAZ

FAZ - Olympia 2008, 23.8.2008


"Leistungssportler resignieren nicht"
Die ehemalige Tennisspielerin und Sportpsychologin Eva Pfaff über das Verlieren.