Leistungssport: Leistung vs. Depression

Interview zu Robert Enke †

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„Schwächen sind nicht erwünscht“

SPOX: Hätte sich Robert Enke öffentlich zu seiner Krankheit bekennen sollen?

Pfaff: „Diese Frage ist für mich als Außenstehende nur schwer zu beurteilen. Ein öffentliches Bekenntnis bedeutet ja auch, eine Schwäche einzugestehen. In unserer Leistungsgesellschaft geht es um Stärke und in seinem Fall um die Nummer eins in Deutschland. Da macht es sich nicht gut, Schwächen preiszugeben.“ >>

Interview s. SPOX, 12.11.2009


Robert Enke hatte Depressionen, war psychisch krank und in psychiatrischer Behandlung. Sein Suizid rüttelte den deutschen Fußball, den DFB und die Sportgemeinde wach. Verschiedene Initiativen widmen sich seither psychischen Erkrankungen im Leistungssport.

Nach dem Verlust ihres Partners engagiert sich Teresa Enke in der Robert-Enke-Stiftung und kämpft für die Aufklärung, Erforschung und Behandlung von Depressionen.