Spitzensport – Freud und Last

Wie sieht die Kehrseite der Medaille aus ?

Heute reist ein Tennisspieler zwischen 7 und 10 Monaten rund um den Globus. Wenn nicht ein Turnier das nächste jagt, verbringen Spitzenspieler die restliche Zeit mit Training.

Beziehungen entwickeln sich durch verschiedene Lebenswelten auseinander. Freunde eines Tennisspielers finden sich eher weit verstreut über die Welt. Alle Jahre wieder werden Bekanntschaften aufgefrischt. Man versucht in Kontakt zu bleiben.

Soziale Beziehungen am Heimatort müssen warten, das Telefon ersetzt den persönlichen Kontakt. Einen Freundeskreis zu erhalten oder gar aufzubauen gerät in den meisten Fällen zur unlösbaren Aufgabe.

Gute Freundschaften mit den Kollegen sind durch die ständige Konkurrenz und das Erfolgsstreben kaum zu finden. Dies sind Beobachtungen bei Stars der Branche oder bei (relativ) erfolgreichen Spielern.

Embed from Getty Images

„Looser“ – Favoritenfutter & Namenlose ??

Auf einer anderen Ebene spielt sich das Leben der Spieler ab, die weder im Rampenlicht stehen noch durch ihre Leistungen hervorstechen.
 
Es ist das Volk der Namenlosen, die das Futter für die Favoriten darstellen. An dieser Stelle möchte ich auf diese Spieler und Spielerinnen aufmerksam machen. Man sollte sie ernst nehmen, denn jede Karriere fängt unten an.

Pfaff, E. (1999), 10 Jahre Ausschuß Frauen im DTB, Jubiläums-Broschüre.