Sportler resignieren nicht…

Welche Rolle spielt die tickende Olympia-Uhr im Hinterkopf?

Die läuft mit und dadurch entsteht Druck, auch Druck im Kopf. Ich weiß, ich muss eigentlich trainieren die ganze Zeit. Je mehr ich daran gehindert werde, an meinem Sportplatz spezifisch zu trainieren, desto mehr entsteht eine Diskrepanz.

Wie muss man sich das vorstellen: Das ganze Leben ist im Olympiajahr auf die Spiele ausgerichtet?

Nicht nur in diesem einen Jahr. Man braucht eine ganze Leistungsentwicklung über Jahre hinweg, die genau geplant wird. Die Trainer im Hochleistungssport machen langfristige Pläne. Manche Trainer erstellen ganze Excel-Tabellen, in die sie Trainingslager, Wettkämpfe und Heimtrainings einbauen. Sie lassen die Athleten per App ihre täglichen Trainingseinheiten eingeben. Ich würde fast sagen, dass die Vorbereitung von den vorigen Olympischen Spielen bis zu den nächsten reicht. Ein Sportler, der mit zwanzig an Olympischen Spielen teilnehmen will, fängt also mit sechzehn an. Für erfahrenere Athleten ist es ein bisschen anders, die können ihre Leistung nicht mehr so sehr steigern. Aber für die Jüngeren ist das schon ein gravierender Prozess.