Ski Alpin: Felix Neureuther über den Weltcup und Garmisch

Im Alter von 23 Jahren* hat der beste deutsche Skifahrer, Felix Neureuther, bereits 20 Jahre Ski-Rennen auf dem Buckel. Am Ende seiner erfolgreichsten Weltcup-Saison 2007/2008 mit konstanten Platzierungen unter den Top 10 sprachen wir mit ihm nach dem Heimrennen am Gudiberg in Garmisch.

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Vor dem Weltcup-Rennen in Garmisch litten Sie an einer Virusgrippe. Warum sind Sie trotzdem angetreten ?

Beim Heimrennen müssen sie mir schon den Fuß absägen, dass ich nicht fahren würde. Ich weiß nicht, ob ich woanders gestartet wäre.

Zwingen einen die Erwartungen der Öffentlichkeit an den Start ?

Ja, die Erwartungen waren sicher da. Aber meine eigenen Erwartungen sind eigentlich viel größer als diejenigen, die von außen auf mich einprasseln. Außerdem hatte ich mich wahnsinnig auf das Rennen gefreut. Es wäre mein Traum gewesen, hier zu gewinnen. Aber jetzt freue ich mich schon auf das Heimrennen im nächsten Jahr.

Was nehmen Sie aus dem Weltcup-Slalom in Garmisch mit ?

Durch das Rennen habe ich sehr viel an Erfahrung gewonnen. Ich weiß jetzt besser mit den Anforderungen der Medien und dem öffentlichen Druck umzugehen. Z.B. habe ich in der Woche vor dem Weltcup ca. 30  Fernseh-, TV- und Zeitungs-Interviews absolviert. Beim nächsten Mal werde ich diese Anfragen schon im Vorfeld bearbeiten, so dass ich früher zur Ruhe komme und mich besser auf das Rennen konzentrieren kann. Insgesamt verbuche ich die Erfahrungen aber schon als Generalprobe für die WM 2011, die in Garmisch-Partenkirchen stattfinden wird.