Ski Alpin: Wolfgang Maier über Teamarbeit & Sportpsychologie

Sportpsychologie im DSV

Die Themen Einstellung und Motivation gehören in den Bereich der Psychologie. Arbeiten Sie mit Sportpsychologen ?

Die Disziplin Ski Alpin arbeitet schon lange und erfolgreich mit Psychologen zusammen. Nur haben sich die Inhalte der Zusammenarbeit mit der Zeit verändert: In der Zeit zwischen 1995 und 2000 haben Psychologen verstärkt das Team gecoacht. Damals standen Themen wie z.B. die Ansprache von Trainer zu Aktiven im Vordergrund. Es wurde beobachtet, wie Trainer korrigieren, wie Videoanalysen durchgeführt wurden und ob Trainer und Athleten sich inhaltlich über das gleiche Thema unterhalten.

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Um welche Inhalte kümmern sich Psychologen heute ?

In den letzten 2 bis 3 Jahren haben wir unser psychologisches Konzept überarbeitet. Die Psychologen werden vermehrt im Nachwuchsbereich eingesetzt. Meine Vorstellung war, wir geben den 14-18-Jährigen eine fundierte  Ausbildung im Bereich der Psychologie, um sie letztendlich unabhängig von einem Psychologen zu machen. Die Grundausbildung sieht vor, u.a.  Entspannung zu erlernen, um besser mit Stress umgehen zu können, die persönliche Startvorbereitung zu optimieren und sich auf das Wesentliche und Entscheidende zu konzentrieren.

Wie setzen Sie Sportpsychologie im DSV ein ?

Wenn ein Spitzenathlet zusätzliche Beratung wünscht, kann er sich seinen persönlichen Psychologen suchen. Auf die psychologischen Aspekte lege ich großen Wert – letztendlich entscheidet der Kopf über Erfolg oder Misserfolg. Deshalb bin ich immer wieder überrascht, wenn viele Sportler die Muskeln trainieren, aber den Kopf in der Relation dazu nicht …