Die Leistungen im deutschen Sport und im Bildungssystem stehen seit einiger Zeit in der Kritik. Mit diesem Artikel möchte die Aufmerksamkeit auf verschiedene Formen des Lernens lenken.
Der Mensch in der Organisation
Strukturen, Systeme und Programme sind eine Voraussetzung für die gezielte Förderung von Leistungen. Sie können aber nur die Basis für eine menschliche Entwicklung im Leistungssport bilden. Schließlich ist es das Individuum, das Leistungen und Erfolge erreichen soll oder will. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen:

Tennisspieler und Teamwork
Ein Spieler befindet sich im Einflussbereich von Trainern, Eltern und dem weiteren Umfeld. Eine konstruktive Zusammenarbeit unterstützt den Spieler in seinem Bestreben, Leistungen und Erfolge zu erringen.
Welche pädagogischen und psychologischen Aspekte ein konstruktives „Teamwork“ unterstützen, soll in der Folge dargestellt werden.
Lern-Formen im Tennis
Tennis erfordert lebenslange Lernprozesse. Zu Beginn ist das Lernen auf den (Neu-) Erwerb von Kenntnissen, Einstellungen, motorischen Fähigkeiten oder taktischen Grundmustern ausgerichtet.
Eine Form dieses Lernens ist das Lernen am Erfolg. Dabei probiert ein Spieler Schläge und Situationen aus – er lernt durch Versuch und Irrtum. Inbegriffen ist damit auch das Risiko, Fehler zu machen. Lernen bedeutet hier Wachstum und den Aufbau eines möglichst reichhaltigen Repertoires.
Auch wenn fortgeschrittene Tennisspieler weiterhin Schläge und Situationen ausprobieren, so zählen diese Versuche zum kognitiven Lernen – Lernen durch Einsicht oder als aktiver
Problemlöseprozess.

Fokus auf Entwicklung
Beide Lernformen beinhalten Wahrnehmungs-, Vorstellungs-, Gedächtnis- und Denkprozesse und erfordern die volle Konzentration einer Person.
Jedoch ist hier Wissen und Tun zu unterscheiden: Etwas zu wissen, bedeutet noch lange nicht, es zu tun oder eine Handlung durchführen zu können. Ein Spieler muss also lernen, sein theoretisches Wissen in praktisches Tun umzusetzen.
